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Paradies aus Stein

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Die Kamera fliegt über die Oberösterreichischen Kalkalpen: im Vordergrund schieben sich wild zerklüftete Kämme und Grate durchs Bild, dramatische Abgründe tun sich auf. Schroffe, bizarre Felstürme ragen in den Himmel, eine Welt der Vertikale tut sich auf.


Regie: Michael Schlamberger
Kamera: Michael Schlamberger, Lukas Kogler,
Rolando Menardi
Schnitt: Lukas Kogler
Ton: Rita Schlamberger, Jörg Goldbrunner
Tonschnitt: Paul Cowgill
Tonmischung: Brian Moseley, Wolfgang Setik
Musik: Kurt Adametz

Produziert von ScienceVision für das Felskino im Panoramaturm Wurbauerkogel im Auftrag des
Nationalparks Kalkalpen


Im Zeitraffer zieht ein Gewitter auf, Wolken türmen sich in rasender Geschwindigkeit hoch, ein Nebelmeer umtost die Gipfel, die Welt verdunkelt sich und grelle Blitze zucken. Donner hallt von den mächtigen Wänden des Toten Gebirges wider.


Regen prasselt auf eine zerklüftete Karstlandschaft. Regen dringt in unzählige Kerben und Spalten vor. Wasser und Frost machen die Berge verwundbar, zerschneiden und unterhöhlen sie, dringen in die kleinste Ritze vor und sprengen sie. In den Kalkalpen zeigt sich das Zerstörungswerk der Elemente auf wunderschöne Weise.


Vor 200 Millionen Jahren waren die Kalkalpen ein Riff im tropischen Urmeer. Die Korallen lieferten den Stoff, aus dem die Berge sind: den Kalk und erhielten durch die Gletscher der Eiszeit den letzten Schliff. Die Gletscher zogen sich zurück und legten steinerne Monumente frei, die heute wie Klippen aus den Wäldern ragen.


Die Meisterkletterer der Alpen, die Gämsen zählen zu den großen Nutznießern des Nationalparks. Oberhalb der Waldgrenze fällt das ganze Jahr über kein Schuss und genau dort liegt ihr bevorzugter Lebensraum. Besser als die Gämsen kommen im Gebirge nur die Mauerläufer voran. Sie klettern, hüpfen, schweben und brüten vor allem in steilen Felswänden. Was Mauerläufer und Gämsen nicht geschafft haben, ist für ihre Majestät selbstverständlich: Der Steinadler ist das Wappentier des Nationalpark Kalkalpen. Entsprechend malerisch baut er seine Horste auf den steilsten Klippen. 


Steinadler, Wasseramseln, Gämsen, Schneehühner, Kolkraben oder Mauerläufer haben sich Gebirgsbäche, Grate und Klippen, Steilwände und Gipfelregionen zu ihrer Heimat gemacht. Für sie ist die scheinbar leblose Felsregion der Kalkalpen ein steinernes Paradies.


Um dieses Projekt zu realisieren drehten ScienceVision-Kamerateams einige Monate unter extremsten Bedingungen in den Felswänden und auf den Gipfelgraten der Kalkalpen. Es wurden spezielle Techniken wie digitale Zeitraffersequenzen oder Flugaufnahmen mit extrem aufwendigen Kamerastabilisierungssystemen eingesetzt, um die spektakulären Aufnahmen zu realisieren, die auf eine Großleinwand projiziert, den Besucher des Wurbauerkogel auf eine unvergessliche Zeitreise durch Millionen von Jahren Erdgeschichte entführen.



Fotos: Copyright by ScienceVision

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