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Costa Rica - Regenwald der Österreicher

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Costa Rica - die reiche Küste - wurde mit Hilfe österreichischer Spendengelder um einen Schatz reicher - um einen Wald, der auf Grund seiner geografischen, klimatischen und erdgeschichtlichen Gegebenheiten mit mehr als 3.000 Pflanzenarten zu den artenreichsten Wäldern der Erde gehört. Dieses grüne Juwel, der Bosque Esquinas, liegt im Südosten des Landes und ist neben dem Corcovado Nationalpark der letzte intakte Tieflandregenwald an der Pazifikküste Mittelamerikas.


Buch und Regie: Barbara Puskás
Kamera: James Clare, José Ramírez Sanchéz, Heinz Steeg, Marco Zimprich
Schnitt: Michaela Müllner
Ton: Joe Knauer
Musik: Kurt Adametz

Eine epo-film Produktion für ORF in Zusammenarbeit mit bm:bwk


Bis vor kurzem war der gesamte Wald im Besitz von Kleinbauern, die in erster Linie vom Holzfällen lebten. Barbara Puskás' Film 'Costa Rica - Regenwald der Österreicher' heftet sich am Donnerstag, dem 24. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 in Stereo und im Format 16:9 an die Fersen von Biologen und Botanikern, die den Bosque Esquinas erforschen, und zeigt Welten, auf die kein gewöhnlicher Tourist achtet, und die doch jeder sehen könnte. Nicht das Spektakuläre steht im Vordergrund, sondern die zahlreichen kleinen Wunder und komplexen Beziehungen, die den Wald zu dem machen, was er ist.


Um den Korridor zwischen Corcovado und Panama zu schließen, gründete die costaricanische Regierung den Piedras-Blancas-Nationalpark. Den Freikauf des so genannten Bosque Esquinas konnte sie sich aber nicht leisten. 'Ich wollte der Nationalparkverwaltung von Piedras Blancas beim Grundstückserwerb helfen und sammelte ein wenig Geld im Freundes- und Bekanntenkreis', sagt Michael Schnitzler, Geigenprofessor an der Wiener Musikuniversität und Vater des Regenwaldes der Österreicher. Er war als Tourist nach Costa Rica gekommen und vom ersten Augenblick an von der Schönheit des Waldes fasziniert. Als er dann noch von der ungeheuren Artenvielfalt erfuhr, rief er den Verein 'Regenwald der Österreicher' ins Leben. Er sammelte Spendengelder, kaufte ein Grundstück nach dem anderen und übergab sie der Regierung zur Eingliederung in den Piedras-Blancas-Nationalpark. Michael Schnitzler führt vor Augen, dass Träume wahr werden können und eine einzelne Person Berge versetzen kann.


Am Westrand des Bosque Esquinas, wo der Wald unmittelbar an den Pazifik stößt, hat Dennis Yannik sein Paradies gefunden. Yannik stammt aus Kanada, wo er mit Haushaltsgeräten handelte. Heute führt er einen sehenswerten Zoo in der Hauptstadt San José, in dem ausschließlich in Costa Rica heimische Tiere gehalten werden. Ebendort leitet er ein Nachzuchtprojekt für die vom Aussterben bedrohten hellroten Aras. Jahrelang suchte er nach einem geeigneten Ort, an dem er die Zöglinge in die freie Wildbahn entlassen kann - bis er auf den Regenwald der Österreicher stieß. Heute fliegen bereits einunddreißig gesunde Aras über den Kronen des Bosque Esquinas. Jahrelang gab es hier keinen einzigen Ara mehr, aber nun es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich im Regenwald der Österreicher wieder eine überlebensfähige Population etabliert.


Man weiß heute, dass im Naturschutz Verbote allein zu wenig sind. Dauerhaften Erfolg gibt es nur, wenn der ortsansässigen Bevölkerung auch alternative Einnahmequellen ermöglicht werden. Also organisierte Schnitzler den Bau einer Lodge für Ökotouristen. Und da der Mensch nur schätzt, was er auch kennt, wurde eine biologische Forschungsstation, die Tropenstation La Gamba, gegründet.



Fotos: Copyright by epo-film

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