Deutsch | English

   » UNIVERSUM
   » Dokumentation
   » IMAX Film


   » News
     
Sahara - das versunkene Paradies
zu den Videos

Get the Flash Player to see this player.


→ music download    → shop

Die Sahara ist der Inbegriff der Wüste: eine der extremsten, lebensfeindlichsten Landschaften der Welt, noch Anfang des 20. Jahrhundert kaum erforscht. Bis der österreichische Abenteurer Ladislaus Almásy 1933 mitten in der Wüste Felsmalereien entdeckte. Die urzeitlichen Kunstwerke zeigten eine paradiesische Welt mit den großen Tieren Afrikas, mit Flüssen, Seen und badenden Menschen. Der Wüstenforscher war einem der verzwicktesten Rätsel der Klimageschichte auf die Spur gekommen.


Regie: Michael Schlamberger
Buch: Martin Mészaros, Sophie Cooper
Kamera: Michael Schlamberger, Rolando Menardi
Schnitt: Andrew Naylor
Ton: Rita Schlamberger, Raimund Sivetz, Jörg Goldbrunner
Tonschnitt: Jörg Goldbrunner, Andreas Fabianek
Tonmischung: Raimund Sivetz, Florian Camerer
Musik: Kurt Adametz

Eine Koproduktion von ScienceVision und ORF in Zusammenarbeit mit Docstar, ZDF und Media



Einst muss die größte tropische Wüste der Welt ein üppiger Garten Eden gewesen sein. Auf den Spuren von Almásy sucht der vielfach preisgekrönte österreichische Naturfilmer Michael Schlamberger nach Hinweisen auf das spannendste Kapitel in der Naturgeschichte der Sahara.Schwimmer in der Wüste
Die Libysche Wüste, 5. Mai 1933: nach jahrelanger Suche gelingt es Almásy mit seiner Expedition in das Innere des unwegsamen Gilf Kebirs vorzudringen. Was ihm sein Führer dort zeigt - „rote Bilder, die die Geister geschrieben haben, und wie sie kein menschliches Wesen schreiben könnte“ übertrifft seine Erwartungen bei weitem. Ein Sensationsfund, der ihn noch nach Jahrzehnten als Roman- und Filmfigur im oscargekrönten Hollywoodklassiker 'Der Englische Patient' Weltruhm einbringt.


Almásy schreibt 1939 in 'Unbekannte Sahara': 'Wir wissen, daß die heutige Sahara nicht immer ein solch lebloses Sand- und Felsmeer war. Was mag das für ein Volk gewesen sein, das vor Jahrtausenden eine noch grüne Sahara bewohnte?'Grenzen des Lebens
In keinem anderen Lebensraum haben sich faszinierendere Anpassungen entwickelt als hier: Die Oryx-Antilopen erhöhen ihre Körpertemperatur, um Wasser zu sparen. Der Fennek, ein kleiner Wüstenfüchs kühlt seinen empfindlichen Körper durch Wärmeabgabe über riesige Ohren und spitze Schnauzen. Den Wüstenwaran hingegen schützt ein hochsensibles Sinnesorgan - ein biologisches Thermometer als Frühwarnsystem vor der lebensbedrohlichen Sonnenintensität.



Auf der Suche nach den letzten Wüstenkrododilen
Noch vor 10.000 Jahren waren in der Sahara fruchtbare Savannen mit reichem tropischen Wildbestand vorherrschend. Zeugen dieser Zeit sind Tiere, dessen Überleben vom Wasser abhängt, und die heute nur noch in vereinzelten Reliktpopulationen zu finden sind. Die zwergwüchsigen Krokodile der Sahara sind das beeindruckendste Beispiel: Abgeschnitten von jedwedem Wassersystem haben sie Jahrtausende überlebt. Doch ihr Ende scheint nun gekommen. Unsere Expedition ins spektakuläre Ennedigebirge im Tschad brachte den traurigen Beweis: wo 1960 noch 30 Tiere gelebt haben sollten, fanden wir die 3 letzten Exemplare und bannten sie - auch für die BBC- auf Film.


Dreharbeiten in der Wüste sind anstrengend in jeder Hinsicht: Unser Team unternahm 4 große Expeditionen, absolvierte 170 Drehtage und legte 60.000 Kilometer in Geländewagen zurück. Um die eindrucksvollen Dünenlandschaft auch aus der Luft zu zeigen, gelang es uns sogar einen Heißluftballon in die unzugänglichsten Winkel der Sahara zu bringen. Wir begleiteten eine Tuaregkarawane in das Acacusgebirge und lebten ein halbes Jahr wie Nomaden unter freiem Himmel. Sandstürme, Hitze Wassermangel oder Giftschlangen konnten unsere Arbeit nicht stoppen. Doch Komplikationen mit Genehmigungen, Zollformalitäten und Überfälle von kriegerischen Tubu-Nomaden brachten die Dreharbeiten mehrmals fast an den Rand des Abbruchs.



Fotos: Copyright by Sience Vision

   Zurück