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Kamp - Ein Fluss für alle Sinne

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Der Kamp verläuft durch eines der ältesten durchgehend besiedelten Gebiete Österreichs und besitzt eine dramatische erdkundliche Vergangenheit - sie sind das Geheimnis hinter den landschaftlichen und kulinarischen Reizen zu beiden Seiten dieses ´Flusses für alle Sinne´.


Buch & Regie: Alfred Vendl
Kamera:Harald Mittermüller, Robert Neumüller,
Harald Staudach, Alfred Vendl
Schnitt: Roland Buzzi
Tonschnitt: Hubert Weninger
Tonmischung: Hubert Weninger, Gernot Korak
Musik: Kurt Adametz

Eine Koproduktion von ORF, bm:bwk,
Land Niederösterreich und AV-Dokumenta


Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen vorbei - bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinander treffen und die weltbesten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben.


Als zweiter Handlungsstrang sind die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen durch diese sinnliche Filmreise gewoben: Von der eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen ´Abfischen´ in den Teichen rund um Rappottenstein über die Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr - bis zu den sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstraßen.


Hochklassige Flugaufnahmen zeigen mittels Kreiselkompass stabilisiertem ´Wescam´ - Kamerasystem den gesamten Verlauf des Kamps und dessen einmalige landschaftliche Umrahmung in bisher ungesehener Qualität. Opulente 3-D-Animationen ermöglichen Zeitreisen durch die Jahrmillionen und machen jene dramatischen Vorgänge erlebbar, die das Land rund um den Kamp geformt haben: Gebirgsbildungen, Tsunamis, das Werden und Vergehen der Urmeere und ihrer exotischen Tierwelt.


Der Kamp durchfließt auf seinen 140 Kilometern Länge Landschaften von betrörender Schönheit: Zunächst mäandert der Fluss durch die sanfte Landschaft der abgetragenen Urgesteinsgebirge, durchbricht eine beeindruckende Serie unterschiedlicher Gesteinszonen, wird dann auf seinem Weg von Meeresablagerungen begleitet, um schließlich vor der endgültigen Vereinigung mit der Donau Landschaften zu durchfließen, die alle eines gemeinsam haben: Sie bieten bestmögliche Böden für den Weinbau.


Beim Höllfall unweit der Quelle, wo sich die Stromschnellen des Kamps ihren Weg durch die Granitblöcke bahnen, ist ein besonders dynamisches Naturschauspiel zu beobachten. Um dies eindringlich zu veranschaulichen, wurde eigens eine spezielle Krankonstruktion errichtet, die es ermöglichte, die Kamera bis knapp über den in die Tiefe stürzenden Fluss zu bewegen und so einen fantastischen Eindruck der tosenden Wassermassen zu vermitteln.


Alfred Vendl und sein Team experimentierten für diesen Film mit völlig neuen visuellen Techniken, um dem Anspruch des Flussporträts ´für alle Sinne´ gerecht zu werden. Um einen hautnahen Eindruck vom Training der Falkner auf der Rosenburg zu vermitteln, wurde für den Film eine Spezialkamera aus England eingeflogen, die einem Steinadler huckepack aufgeschnallt wurde. So sollte dem Adler gewissermaßen über die Schulter geschaut werden.
Die Idee entpuppte sich allerdings als reichlich zeitraubend und nervenstrapazierend, berichtet Regisseur Vendl: ´Der Adler war den Rucksack nicht gewohnt. Also verschwand er meistens im nahe gelegenen Wald und musste nach stundenlanger Suche erst wieder überredet werden, doch noch weiterzufliegen.´


So entstanden in dreitägiger Arbeit immerhin etwa 30 Sekunden außergewöhnliche Aufnahmen. Der beträchtliche Aufwand lohnte sich, denn aus der subjektiven Sicht eines Adlers war die Rosenburg noch nie zu sehen. Die fliegende Adler-Kamera zeigt das inoffizielle Wahrzeichen des Kamptals aus einer völlig neuen Perspektive



Fotos: Copyright by AV-Dokumenta

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