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Der Garten der Götter
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Griechenland ist die Wiege der abendländischen Kultur. Es ist ein besonderer Platz - voller Geschichten, Mythen und Legenden. Wilde Götter regierten hier für Jahrtausende. Heute zeugen nur noch Ruinen von dieser bewegten Vergangenheit, aber dennoch spürt man ihren Geist - hinter jeder Pflanze, jedem Tier, jedem Felsen. Das ist die Naturgeschichte jener einzigartigen Landschaft - die die allmächtigen Götter der Antike zu ihrem Garten gemacht haben.


Buch: Michael Schlamberger, Herbert Ostwald, Manfred Corinne
Regie: Michael Schlamberger
Kamera: Rolando Menardi, Michael Schlamberger, Paul Johnson
Schnitt: Andrew Naylor
Ton: Christian Ghafour
Tonschnitt: Raimund Sivetz
Tonmischung: Raimund Sivetz
Musik: Kurt Adametz

Eine Coproduktion von ScienceVision mit ORF, BBC, WDR, Off the Fence und Media


Nichts hat die europäische Ideenwelt so beeinflusst wie die griechische Mythenwelt der Antike - kunstvolle Götterdichtungen, Religion, Literatur und Geschichts-schreibung zugleich, die bis heute in prächtigen Tempeln und Ruinen nachklingen. Doch die Inspiration für diese Mythen und Monumente lag in der überreichen Natur. Denn die Tier- und Pflanzenwelt Griechenlands gehört zum Vielfältigsten, was Europa zu bieten hat. Es ist gewiss kein Zufall, dass im 'Garten der Götter' auch die menschliche Phantasie aufblühte.


Griechenland sieht aus, als hätten zornige Götter das Land in Trümmer geschlagen. Besonders der Meeresgott Poseidon soll an dieser alles vernichtenden Urgewalt Schuld gewesen sein. Er erschütterte die Erde, spaltete daraus mit seinem Dreizack Berge und warf sie ins Meer. Doch das geologische Drama begann bereits vor 10 Millionen Jahren. Damals prallten zwei mächtige Erdschollen aufeinander. Die Afrikanische Platte driftete Richtung Europa, drückte das riesige Thetys-Meer zusammen und faltete Gebirgszüge auf. Die Europäische Platte wurde dann soweit nach unten gedrückt, dass von den untergegangenen Gebirgszügen des Festlandes nur noch die Bergspitzen aus dem Wasser heraus sahen: die Inseln der Ägäis.


Buchten und Meeresarme bilden zusammen mit den 10.000 Inseln eine zerlüftete Küste von über 15.000 Kilometer. Damit ist sie gleich lang, wie die des gesamten afrikanischen Kontinents. Der geologische Prozess ist noch immer nicht abge-schlossen. Griechenlands Erde bebt bis zu 20 mal pro Tag und wandert jedes Jahr vier Zentimeter näher zur Nordküste Afrikas.


Die Ägäis ist die Heimat der antiken Seefahrer und ihrer Legenden. Zu den ältesten Seefahren zählen jedoch die Meeresschildkröten, die seit 150 Millionen Jahren die Erde bevölkern. Ihre Vorfahren waren riesige Landschildkröten, die sich an das Meer anpassten, als die Dinosaurier noch lebten. Die unechte Karettschildkröte durchquert ihr Leben lang den Ozean. Doch in warmen Sommernächten kommen sie in an Land, um ihre Eier in den Sand zu graben.


Griechenland ist ein Land der Vielfalt und der Gegensätze. Nirgendwo sonst in Europa finden sich so viele verschiedene Landschaften und Klimazonen wie hier. Auf engstem Raum greifen schneebedeckte Berge, sanfte Täler und tiefe Schluchten, steile Felsküsten und traumhafte Sandstrände ineinander.


Diese unterschiedlichen Lebensräume sorgen für eine unglaubliche Blütenpracht und eine außergewöhnliche Tierwelt: Wölfe und Bären finden sich hier neben Geiern und Eulen, Delphinen und Schildkröten, Skorpionen, Chamäleons und blinden Bewohnern der Unterwelt, wie dem erstmals gefilmten Nannospalax leucodon.



Fotos: Copyright by ScienceVision

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