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Die Vier Alpen
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Mächtig recken sich die schroffen Felswände in den blauen Himmel. In steilen Rinnen suchen Gämsen nach saftigen Gräsern, in klaren Bächen tauchen Schnabeltiere nach Futter, Papageien klettern mühsam über Schneewechten, und im dichten Schneetreiben versucht sich eine Horde von Affen warm zu halten. Das gibt es nicht – alles nur Phantasien aus einem Fiebertraum? Im Gegenteil!



Buch & Regie: Jeremy Hogarth
Kamera: Terry Carlyon, Michael Dillon, Paul Donovan, Stephen Downes, Rolando Menardi, David Parer, Michael Schlamberger, Lukas Kogler
Schnitt: Lukas Kogler
Tonschnitt: Lukas Kogler
Tonmischung: Rupert Metnitzer, Raimund Sivetz
Musik: Kurt Adametz

Eine Koproduktion von ScienceVision, ORF, WDR, NDR Naturfilm, ABC Australia und Natural History New Zealand.



Die Alpen prägen nicht nur das Gesicht Europas. So heißt in Japan das Gebirge, das die Insel Honshu durchzieht, und in dem das nördlichste Verbreitungsgebiet von Affen liegt, ebenfalls Alpen. Auch mitten im Pazifik gibt es Alpen, sie dominieren den Westen der Südinsel von Neuseeland.


Die erdgeschichtlich ältesten Alpen sind in Australien zu finden, heute sind sie nur mehr ein Schatten ihrer selbst. Im Laufe der Jahrmillionen haben die Kräfte der Natur den mächtigen Gebirgszug in Australien erodiert und zu einer sanften Hügelkette werden lassen.


Schließlich die europäischen Alpen, ein mächtiges Gebirgsmassiv, das den ganzen Kontinent prägt. Sie sind Schauplatz unzähliger Geschichten und Mythen und der Geburtsort des modernen Bergsteigens, des Alpinismus.


In die europäischen Alpen haben in den letzten Jahren Wölfe Teile ihrer ursprünglichen Heimat zurückerobert, Fischotter tauchen in den schnell dahinströmenden, klaren Wildbächen, und Steinadler kreisen über den schroffen Felsgipfeln.


Auf steilen Graten leben Steinbock und Gämse ein gefährliches Leben – nur einen Fehltritt vom Abgrund entfernt.


Im hohen Norden der Insel Honshu haben die Rotgesichts-Makaken gelernt, den langen und harten Wintern mit Eis und Schnee zu trotzen.


Die einzigen Papageienverwandten, die ebenfalls mit rauem Winterwetter zu recht kommen, leben in Neuseeland - die Keas. Sie haben sich perfekt an ihre Umgebung angepasst und wurden unter dem Einfluss des unwirtlichen Klimas zu geschickten Jägern.


Die australischen Alpen sind die Überreste längst vergangener Epochen, ein Sinnbild dessen, wie auch die drei anderen Alpen in ferner Zukunft aussehen werden. Hier haben die Kräfte der Erosion bereits ganze Arbeit geleistet und die mächtige Gebirgskette in eine sanfte Berglandschaft verwandelt.


In den Hügeln suchen Kängurus und Wombats Schutz vor der schneidenden Kälte, doch der Winter ist hier nur kurz.


Selbst die Schnabeltiere wissen bei Frost und Eis zu überleben.


Es waren europäische Auswanderer, die diese so unterschiedlichen Gebirgsformationen Alpen genannt haben. Als sie Neuseeland und Australien besiedelten, schienen sie die steilen Wände und weitläufigen Bergketten an ihre Heimat erinnert zu haben.


Wohl auch die japanischen Berge erinnerten sie an Zuhause, als sie im späten 18. Jahrhundert mit dem Land der aufgehenden Sonne Handel zu treiben begannen.


Seit Menschen die Erde besiedeln, gibt es einen ständigen Konflikt zwischen Mensch und Natur. In Europa hat sich ein fragiles Gleichgewicht zwischen den Erfordernissen einer modernen Gesellschaft und einer intakten, schützenswerten Natur eingestellt.


Doch in Australien prallen landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz aufeinander. Seit Generation verdrängen Rinderherden Känguru und Wombat – jetzt greifen erste Naturschutzmaßnahmen, und Mensch und Weidetiere müssen sich aus der angestammten Heimat der Wildtiere zurückziehen.


„Die Vier Alpen“ ist eine Reise durch die Zeit: sie erzählt von den gewaltigen Kräften der Erde, die tektonische Platten gegeneinander wuchten und dabei Gebirge tausende Meter in die Höhe pressen, in eine Landschaft, die sie über Jahrmillionen dominieren, um dann, zu Sand zermahlen, wieder spurlos zu verschwinden…



Fotos: Copyright by ScienceVision

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