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Geheimnisvolle Adria
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Die Adria war lange Zeit die einzige Verbindung Mitteleuropas zum Orient, sodass dieses kleine Meer zum Symbol für die große Welt mit all ihrer Exotik wurde und die Stadt Venedig sich 'Königin der Weltmeere' nennen konnte. An den Küsten der Adria liegt kultureller Reichtum eingebettet in eine Naturkulisse wie in keiner anderen Gegend der Welt. Die Schauplätze dieser Dokumentation sind die eindrucksvollsten Küstenstriche und Gewässer in mehreren Ländern - die Lagunenlandschaft im Nordwesten ebenso wie die von schroffen Felsen gesäumte Dalmatinische Steilküste im Osten.


Buch & Regie: Michael Schlamberger
Kamera: Michael Schlamberger, Rolando Menardi
Schnitt: Raimund Sivetz
Ton: Jörg Goldbrunner, Christian Ghafour
Tonschnitt: Raimund Sivetz, Bernadette Emsenhuber
Tonmischung: Raimund Sivetz, Cornelius Wildner
Musik: Kurt Adametz

Eine Koproduktion von ScienceVision, ORF, Docstar und BR


Natur ist hier untrennbar auch mit Kultur verbunden: Ob 1.500 Weißkopfmöwenpaare den ältesten bemannten Leuchtturm der Adria auf der Insel Palagruza umschwirren, sich wie in den Sodaseen Ostafrikas Scharen von Flamingos in den Salinen Istriens tummeln, oder Griechische Landschildkröten die Wein- und Olivenhaine Dalmatiens für sich erobern - wilde Natur ist hier nie weit von Kultur entfernt.



Die Lagunen
Die Adria reicht im Norden bis an die Alpen heran. Obwohl das Meer hier flach und seicht, das Klima sonnig und mild ist, ist der Einfluss des mächtigen Hochgebirges allgegenwärtig: Flüsse, die in eisigen Höhen entsprungen sind, wie Stella, Adige, Isonzo und vor allem der Po bringen Unmengen von Sand und nährstoffreichen Schlamm mit ins Meer. An der Mündung der Flüsse sind Meer, Flusswasser und Land im ständigen Widerstreit. Süßwasser trifft auf Salzwasser. Durch dieses Aufeinandertreffen ist eine ganz besondere Landschaft entstanden: Die Lagunen.



Die Kornaten
Eines der Juwele Dalmatiens ist der Nationalpark Kornaten, der heute mehr als 90 größere und kleinere Inseln umfasst und sich über 21.800 Hektar erstreckt.


Für die Meeresbiologie ist die Unterwasserwelt der Kornaten ein reiches Betätigungsfeld, denn in den Unterwassergärten wird selbst die kleinste Ritze genutzt. Die Felsspalten dienen nicht nur den dämmerungsaktiven Kraken tagsüber als Unterschlupf, auch die bizarren Drachenköpfe rasten gerne im Schatten.


Und fast jeder Quadratzentimeter ist hier mit Krustenanemonen und leuchtend gefärbten Schwämmen überwuchert. Die Inselwelt der Kornaten wird von starken Strömungen beherrscht, deren Düsenwirkung durch das Wechselspiel von Ebbe und Flut noch verstärkt wird. Für Gorgonien gibt es keinen besseren Platz als hier, um ihre Fächer in die Strömung zu strecken und Plankton aus dem Wasser zu filtern.



Palagruza
Kaum mehr als 1 Kilometer lang und 300 Meter breit, wild zerklüftet und ohne Süßwasser liegt mitten im offenen Meer der Adria eine kaum bekannte Insel: Palagruza. Die steilen Klippen überragt der älteste bemannte Leuchtturm im Adriatischen Meer.


Nur durch einen schmalen Kanal getrennt liegt ihre Schwesterninsel Mala Palagruza. Sie ist nur ein Fünftel so groß und noch unwirtlicher. Allein durch gemäßigte Niederschläge kann spärliche Vegetation hier wachsen. Und doch, trotz dieses unwirtlichen Aspekts besuchten Reisende Palagruza immer wieder während der letzten 8000 Jahren. Palagruza liegt im Zentrum einer Inselkette die die Adria von Italien bis nach Dalmatien durchzieht. Die Tremiti Inseln, Pianosa, Palagruza, Susac und Vis. Steht man auf einer Insel kann man bis zur nächsten sehen und sie bieten geschützte Ankerplätze. Neueste archäologische Forschungen zeigten, dass Seeleute bereits in der Steinzeit die Adria durchqueren konnten ohne Land aus der Sicht zu verlieren.



Fotos: Copyright by ScienceVision

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