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Otto Skorzeny

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SS-Agent für Hitler

Während des Zweiten Weltkriegs war er berühmt und berüchtigt: Otto Skorzeny, SS-Sondereinsatz-Kommandant, Kriegsverbrecher und Befreier des „Duce“ Benito Mussolini. Nach 1945 galt er als Kopf von ODESSA, einer Hilfsorganisation für ehemalige SS-Angehörige und NS-Verbrecher. Das machte ihn zur zentralen Figur der internationalen Alt- und Neonazi-Szene.


Buch und Regie: Robert Gokl
Koregie Reenactments: Christian Mehofer
Kamera: Christian Mehofer AAC
Kameraassistenz: Felix Striegel, Urs Höfer
Tonmeister: Dieter Draxler, Johannes Heilig, Günther Tuppinger
Oberbeleuchter & Modellbau: Bernhard Rybar
Beleuchter: Clara Zeiszl , Daniel Tot, Kahlid Dami
Dolly/Grip: Bernhard Rybar
Schnitt: Oliver Wendlinger
Visual Effects CGI: Apollon Pictures Vienna
VFX Supervisor: Oliver Strassl
VFX Storyboard & Comic Artist: Joe Duebell
Digital Compositor: Harald Schmelzer, Robert Kovacs
CGI Artists: Marek Holly, Martin Zembery
Kostüm und Ausstattung: Markus Kuscher
Maske: Gabi Grünwald, Gerda Fischer
Sounddesign: Mike Plöderl
Synchronmischung: Rene Macho
Musik: Kurt Adametz

Eine Koproduktion von Interspot Film, ORF und ZDF in Zusammenarbeit mit ORF Enterprise, gefördert vom Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien


Otto Skorzeny, 1908 in Wien geboren, war gelernter Diplomingenieur und Geschäftsführer einer Wiener Baufirma. 1940 trat er in die SS ein. Auf persönlichen Befehl Hitlers nahm er als Kommandant einer SS-Eliteeinheit an den spektakulärsten deutschen Kommandoaktionen des Zweiten Weltkriegs teil.


So an der Befreiung des italienischen Diktators Mussolini am Gran Sasso oder an der Gefangennahme des ungarischen Diktators Horthy in Budapest.


In der Ardennen-Offensive, dem letzten deutschen Großangriff im Zweiten Weltkrieg, stellte er eine Panzer-Brigade auf, die in amerikanischen Uniformen hinter den alliierten Linien kämpfte und wochenlang für Aufregung im alliierten Generalstab in Paris sorgte.


Man befürchtete ein Attentat Skorzenys auf General Eisenhower. Die Amerikaner bezeichneten Otto „Narbengesicht“ Skorzeny als „Scarface“, als „the most dangerous man in Europe“, den gefährlichsten Mann Europas, und als „possibly the most mythical man in the whole war“, den vielleicht am meisten mystifizierten Mann des gesamten Krieges.


Nach Kriegsende wurde in ganz Europa fieberhaft nach dem „Narbengesicht“ gefahndet – bis er sich schließlich mit 200 seiner Männer in den Ruinen der „Alpenfestung“ den amerikanischen Truppen stellte. Nach monatelangen Verhören endete ein Kriegsverbrecherprozess mit Freispruch.


Danach floh Skorzeny aus Angst vor weiteren Verfahren nach Spanien. Das Franco-Regime gewährte vielen Nazis Unterschlupf. Dort baute er sich eine neue Existenz auf, führte nach außen hin das Leben eines erfolgreichen Geschäftsmanns – und gab als legendenumwobener „SS-Held und Medienstar“ unzählige Interviews zu seinen Kommandoaktionen während des Krieges.


Auch zu den vielen Gerüchten, die ihn für den Rest seines Lebens umgaben, nahm er Stellung: So etwa wie er als „gefragtester Söldner der Welt“ für Peron und Nasser ebenso arbeitete wie für den israelischen Geheimdienst. Im Auftrag der CIA bereitete er ein Attentat auf Fidel Castro vor, aber auch im Auftrag Castros eines auf John F. Kennedy.


Als Skorzeny 1975 in Madrid starb, wurde seine Asche von Alt- und Neonazis nach Wien überführt und auf dem Döblinger Friedhof beigesetzt. Das Vorbild der Neonazis war tot, Gerüchte und Legenden lebten weiter. Um Mythos und Wahrheit zu filtern, analysiert die Dokumentation auch die von Skorzeny über Jahrzehnte betriebene Selbstmodellierung zur Legende.


Robert Gokl, selbst Historiker, sichtete nicht nur Skorzenys persönlichen Nachlass, sondern auch unzählige Unterlagen des britischen und amerikanischen Geheimdienstes.


Letzte Zeitzeugen berichten über ihre Begegnungen mit dem SS-Agenten. Neue, vor allem private Film- und Fotodokumente aus dem Nachlass, zeigen bisher ungekannte Aspekte des angeblich „gefährlichsten Mannes in Europa“.


Koregisseur war der Spielfilmerfahrene Kameramann Christian Mehofer. Da ein Großteil von Skorzenys Leben weder filmisch noch fotografisch dokumentiert ist, entwickelte Gokl gemeinsam mit Mehofer Spielsequenzen, die Kommandoaktionen und wichtige Wendepunkte seines Lebens nachzeichnen.


Alexander Riff, Sohn des langjährigen Kameramanns und Koregisseurs von Hugo Portisch, Sepp Riff, stellte den fanatischen Nationalsozialisten überzeugend dar.


Die Wiener Firma Apollon Pictures lieferte spannende 3-D-Animationen und Computereffekte. Diese Dokumentation ist die technisch bisher aufwendigste Produktion der Zweiten-Weltkrieg-Serie.

Fotos: Copyright by ORF

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